Das Armierungsgewebe ist ein zentrales Bauteil im Wärmedämm-Verbundsystem. Es wird vollflächig in den noch frischen Armierungsmörtel eingebettet und muss mindestens zu zwei Dritteln seiner Dicke im Mörtel liegen. Das Gewebe verteilt Spannungen, die durch Temperaturschwankungen oder Gebäudebewegungen entstehen, und verhindert so Rissbildung im Oberputz. Übliche Maschenweite beträgt 4×4 mm bis 6×6 mm, das Flächengewicht liegt zwischen 145 und 160 g/m². An Ecken, Laibungen und Öffnungsdiagonalen sind zusätzliche Gewebestreifen als Verstärkung vorgeschrieben. Die Alkalifestigkeit ist normativ geregelt und muss dauerhaft erhalten bleiben.