Lasuren enthalten wenig oder keine Weißpigmente, sodass der Untergrund sichtbar bleibt. Bei Holzlasuren unterscheidet man zwischen dünnschichtigen Lasuren, die tief ins Holz eindringen, und dickschichtigen Lasuren, die eine schützende Oberflächenfilm bilden. Dünnschichtige Lasuren ermöglichen eine natürliche Holzatmung, müssen aber häufiger erneuert werden. Dickschichtige Lasuren bieten besseren UV- und Feuchtigkeitsschutz. Auf Putzflächen erzeugen Kalkzementlasuren oder mineralische Lasuren dekorative Farbeffekte mit lebendiger Tiefenwirkung. In der Maltechnik bezeichnet Lasur eine transparente Farbschicht über einer deckenden Grundierung. Die Haftung auf Holz wird durch den Gehalt an filmbildenden Bindemitteln wie Alkydharz oder Acrylat bestimmt.