Die Streichviskosität beschreibt den Widerstand einer Farbe oder eines Lacks gegenüber Fließen und Verarbeitung. Sie wird in der Praxis mit Auslaufbechern (z. B. DIN 4 mm) in Sekunden gemessen. Eine zu hohe Viskosität erschwert das Auftragen und hinterlässt Pinsel- oder Rollspuren, während eine zu niedrige Viskosität zu Läuferbildung führt. Temperatur, Lösemittel- oder Wassergehalt und Pigmentanteil beeinflussen die Viskosität. Bei der Spritztechnik gelten spezifische Verarbeitungsviskositäten je nach Aggregat. Durch gezieltes Verdünnen mit dem empfohlenen Verdünner kann die Streichviskosität dem jeweiligen Auftragswerkzeug und der Umgebungstemperatur angepasst werden.