Förderprogramme für Handwerksleistungen bleiben häufig ungenutzt – aus Unwissenheit. Die HaDi Foppe GmbH & Co. KG aus Münster geht einen anderen Weg: Der Betrieb wirbt aktiv mit Kostenübernahmen und Förderungen für Maler-, Lackier- und Sanierungsarbeiten. Das zeigt, wie groß die Lücke zwischen verfügbaren Mitteln und tatsächlicher Inanspruchnahme ist.
Für Maler- und Lackierbetriebe sind vor allem drei Förderlinien relevant: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) deckt energetische Sanierungen ab, etwa den Fassadenanstrich im Zuge von Wärmedämmarbeiten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert über Programm 455-E altersgerechte Umbaumaßnahmen, zu denen auch barrierefreie Wandbeschichtungen oder rutschfeste Bodenversiegelungen zählen. Regional bieten Kommunen und Länder weitere Zuschüsse für Denkmalschutz, Schimmelpilzsanierung oder klimafreundliche Materialien.
Die HaDi Foppe aus Münster hat das Thema systematisch in die Kundenberatung integriert. Der Betrieb informiert bereits im Erstgespräch über mögliche Zuschüsse und übernimmt auf Wunsch die Antragstellung. Das senkt die Hemmschwelle für Kunden, größere Sanierungen anzugehen. Besonders bei energetischer Altbausanierung oder barrierefreiem Umbau sind Förderquoten von 15 bis 40 Prozent der förderfähigen Kosten möglich.
Warum nutzen so wenige Endkunden diese Möglichkeiten? Erstens fehlt oft das Wissen, dass auch Malerarbeiten förderfähig sein können, wenn sie im Rahmen einer Gesamtmaßnahme erfolgen. Zweitens schreckt der bürokratische Aufwand ab: Anträge müssen vor Auftragsvergabe eingereicht, technische Nachweise erbracht und Energieberater eingebunden werden. Drittens ist die Förderlandschaft kleinteilig – je nach Bundesland, Kommune oder Gebäudetyp greifen unterschiedliche Programme.
Für Handwerksbetriebe ergibt sich daraus eine doppelte Chance: Wer Kunden aktiv über Fördermittel informiert, senkt die Preishürde und erhöht die Auftragsgröße. Gleichzeitig positioniert sich der Betrieb als kompetenter Partner, der über reine Ausführungsleistung hinausgeht. Der Handwerksbetrieb Foppe zeigt, dass dieser Service-Ansatz im Wettbewerb wirkt.
Maler- und Lackierbetriebe sollten ihr Team gezielt zu den wichtigsten Programmen schulen, Partnernetze mit Energieberatern aufbauen und auf der eigenen Website einen Förderungs-Check anbieten. Gerade in Zeiten knapper Budgets entscheidet die Förderfähigkeit oft darüber, ob eine Grundierung oder ein vollständiger Schichtaufbau beauftragt wird.